Was die VNS-Analyse ist und für wen sie angewendet werden kann

Die VNS-Analyse ist eine Analyse des vegetativen Nervensystems (VNS). Das vegetative Nervensystem steuert und kontrolliert wichtige Vitalfunktionen des Körpers, wie etwa den Herzschlag, die Atmung, die Verdauung und den Stoffwechsel – all das geschieht unbewusst, wir können das vegetative Nervensystem nicht willentlich beeinflussen.

Die beiden wichtigsten daran beteiligten Nerven sind der Sympathikus und der Parasympathikus. Bei der VNS-Analyse wird untersucht, wie gut die Regulation zwischen diesen beiden Nerven noch funktioniert.

Der Sympathikus ist der Spannungsnerv, er wird vor allem in Stresssituationen aktiv und steuert beispielsweise Kampf- und Fluchtreaktionen, beschleunigt den Herzschlag und setzt Körperfunktionen in Gang, die viele Energiereserven verbrauchen.

Dessen Gegenspieler ist der Parasympathikus, der Entspannungsnerv. Dieser wird besonders im Entspannungszustand aktiviert, er verlangsamt unter anderem die Herzfrequenz.

Sympathikus und Parasympathikus arbeiten gegensätzlich, vergleichbar mit Gas und Bremse. Im Idealfall sollten sie in Balance zueinander sein. Bei vielen Menschen entwickelt sich jedoch, bedingt durch den modernen Lebensstil, ein Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem. Der Sympathikus ist dabei häufig überaktiv und der Körper kann Stress nicht mehr optimal abbauen und verarbeiten. Daraus können sich verschiedenste gesundheitliche Probleme entwickeln.

Symptome und Krankheitsbilder, die ein Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems zur Folge haben kann, können beispielsweise Bluthochdruck, Herzerkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes sowie psychische Erkrankungen sein. Die VNS-Analyse eignet sich unter anderem zur Prävention, etwa um einem Burnout vorzubeugen. Es lassen sich damit aber auch oftmals schon die Vorboten einer Erkrankung erkennen, Risiken können so besser vorhergesagt werden. Auch ist es möglich, mittels einer VNS-Analyse die Wirkung bereits vorhandener Therapien zu überprüfen.

 

So läuft die Analyse ab

Für die VNS-Analyse bekommt der Patient einen Brustgurt mit Elektroden angelegt. Wie bei einem EKG werden dann rund 500 Herzschläge aufgezeichnet. Anders als beim klassischen EKG misst die VNS-Analyse jedoch die sogenannte Herzratenvariabilität – also den zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen. Dies hat allerdings nichts mit sogenannten Herzrhythmusstörungen zu tun.

Die Messung dauert insgesamt rund zehn Minuten und wird im Sitzen im Ruhezustand durchgeführt. Das Ergebnis steht direkt im Anschluss in Form eines Balkendiagramms zur Verfügung.

Stimmt das Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung? Wie geht der Körper mit Stress um und sollten Sie vielleicht vermehrt auf Erholung achten? Diese Fragen lassen sich aus den Werten der VNS-Analyse ablesen. Es können damit Aussagen über den insgesamten körperlichen Zustand sowie über mögliche Risikofaktoren getroffen werden.

 

VNS Analyse
VNS-Analyse 2

Weitere Schritte nach der Analyse

Die Ergebnisse aus der VNS-Analyse nutzen wir als Wegweiser, anhand dessen wir die weiteren Therapieansätze ausrichten. Dazu arbeiten wir mit einem abgerundeten System, das nicht nur weitere Behandlungsmöglichkeiten bei uns in der Praxis umfasst, sondern den Patienten auch Anleitungen für Zuhause mit an die Hand gibt.

Ein Weg, um die Regulation des vegetativen Nervensystems gezielt zu unterstützen, ist die Stärkung der Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen. Dies geschieht zum Beispiel mittels spezieller Atemübungen. Mit einer eigenen App können Patienten diese Übungen auch jederzeit zuhause selbstständig machen.

Auf Basis der VNS-Analyse stimmen wir die Therapie ganzheitlich und individuell auf die Patienten ab. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist dabei die sogenannte IHHT-Therapie, die bei einem Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem sehr erfolgreich eingesetzt werden kann. Es ist außerdem möglich, während der IHHT-Therapie parallel noch spezielle Infusionen anzuwenden, die den Körper ganz gezielt beim Heilungsprozess unterstützen. Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig auch andere Auffälligkeiten aus den Laborergebnissen einer Blutuntersuchung behandeln.  Ebenso gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die das Konzept abrunden.