Haarausfall ist für viele Betroffene sehr belastend – die Mesotherapie kann hier begleitend eingesetzt werden. Die sanfte Behandlungsform könnte aus naturheilkundlicher Sicht förderlich zur Anregung des Haarwachstums sein. Individuell zusammengestellte Wirkstoffe und Medikamente werden dabei mit feinsten Injektionen in die Kopfhaut injiziert. Die Grundlagen der Akupunktur fließen ebenso in die Mesotherapie ein wie das Prinzip der Reflexzonen.

Was Mesotherapie ist und für wen sie sich eignet

Bei der Mesotherapie werden in mehreren Sitzungen individuelle Wirkstoff-Kombinationen in die Kopfhaut injiziert. Dabei kommen beispielsweise homöopathische Mittel, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien, Wachstumsfaktoren und Proteine zum Einsatz. Die Mesotherapie ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet und bietet den Vorteil, dass sie sehr schonend ist. Sie kommt dann in Frage, wenn Sie nicht unter bestimmten Erkrankungen leiden, die den Haarausfall verursachen. Daher ist zunächst eine gründliche Anamnese wichtig. Hilfreich lässt sich die Mesotherapie aus Sicht der Naturheilkunde beispielsweise bei erblich bedingtem Haarausfall, Schuppenbildung oder bei dünnem Haar einsetzen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung ist stets, dass die Haarwurzeln noch vorhanden und aktiv sind. Deshalb ist es sinnvoll, bereits in einem frühen Stadium des Haarausfalls mit der Therapie zu beginnen. Bei korrekter Anwendung zeigt die Behandlung nahezu keine Nebenwirkungen oder Komplikationen und ist auch für Kinder und Schwangere geeignet.

So läuft die Behandlung ab

Die Behandlung dauert zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde. Die Wirkstoffmischung für die Injektionen wird individuell und frisch zusammengestellt. Die Nadeln, die bei der Mesotherapie zum Einsatz kommen, sind extrem dünn und speziell geschliffen. Das macht die Injektion nahezu schmerzfrei. Zudem enthält die Mischung immer ein leichtes Betäubungsmittel. Je nachdem, welcher Bereich behandelt wird, wird die Nadel entweder nur leicht über die Hautoberfläche gestrichen oder es erfolgen ein bis zwei Millimeter tiefe Stiche unter die Haut. Die Behandlung hinterlässt in der Regel keine Spuren, sodass der Patient direkt im Anschluss wieder seinem Alltag nachgehen kann. Meist erfolgt die Behandlung mehrfach im Abstand von einer Woche bis hin zu mehreren Monaten. Vorgesehen sind zunächst 5-10 Behandlungen, die je nach Therapieverlauf genügen können.

So kann die Mesotherapie helfen

Bei der Mesotherapie erfolgt eine gezielte Anwendung verschiedener Wirkstoffe, sowie ein stimulierender Einsatz der Nadelung. Nachdem sie unter die Haut injiziert wurden, bilden die Wirkstoffe im Kopfhautgewebe sogenannte Mikrodepots. Nach und nach verteilen sie sich von dort über die gesamte Haarwuchszone. Die sanften Stiche haben zum Ziel im Einzelfall die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Bindegewebes und das Lymphsystem anzuregen. Mit einer geringen Dosierung wird angestrebt den Organismus möglichst wenig zu belasten. Die Regeneration der Haarwurzeln kann aus Sicht der Naturheilkunde im Einzelfall durch die Mesotherapie gefördert werden. Individuell wird so versucht den Haarausfall zu verlangsamen. Ebenso kann im Einzelfall die Blutzirkulation der Kopfhaut gefördert werden. Ein erster Effekt ist in der Regel nach ein bis drei Monaten erkennbar.